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Neuigkeiten aus dem FHSZ
Übersicht 

1. Überblick über das kommende Semester 
2. Neuigkeiten vom Bau 
3. Persönliches aus dem Hauß
4. Gebet mit / fürs Hauß
5. Einladungen und Mitanpacken
6. Termine 

1. Überblick über das kommende Semester

 (Manuel Ritsch)

 Liebe Ehemalige, Freunde und Unterstützerinnen des FHSZ,

ich freue mich, Ihnen und Euch heute wieder mit Neuigkeiten aus dem FHSZ zu schreiben. Hier in Schriesheim hat das Sommersemester begonnen. Nachdem Wintersemester gab es nur wenige Auszüge und wir sind dankbar für die Kontinuität im Hauß. Mit vier neuen FHSZlern (davon 2 Pfarramtsstudis), mit vollem FHSZ und motivierten alten und neuen Studentinnen und Studenten sind wir vergangene Woche in unser Semester zu „Geistliche Leitung und Management“ gestartet.  Hinter uns liegt eine bewegende Semesteranfangsfreizeit. Wir haben Jesu Leitungshandeln und seinen Fokus auf Stille und Gebet bedacht und sind selbst in die Stille gegangen. Gebet, Lobpreis und Abendmahl haben die Gemeinschaft zusätzlich gestärkt und ausgerichtet.
Neben vielen intensiven Gesprächen wurde viel gelacht und wir sind froh über viele Aufbrüche, die wir aktuell erleben dürfen.
Vielen Dank für all Euere Gebete und Unterstützung in diesem Semester. Das ermutigt uns sehr.
Auch wenn wir viel geistliches und persönliches Wachstum erleben, so fordert uns die bauliche Situation aktuell heraus sehr heraus (dazu unten mehr).

Die Blockseminare, die wir in der vorlesungsfreien Zeit hatten, waren gut besucht. Über die Gäste aus Tübingen und Marburg haben wir uns sehr gefreut. Mit einem Seminartag zu Sexualität und Ehe haben wir wieder ein persönliches, praktisches Thema aufgegriffen, das viele im FHSZ beschäftigt. Gerade weil über Erfahrungen und Fragen häufig nicht gesprochen wird, sind wir froh, hier Raum zu schaffen für gemeinsame Auslegung von Texten und Ringen um einen guten Umgang mit Sexualität. Mit den FHSZlern zu überlegen, wie das Miteinander von Mann und Frau gelingen kann, was Ehe ausmacht und was für eine Rolle Sexualität darin spielt, war eine wertvolle Erfahrung. Immer wieder merken wir dabei, was für einen Unterschied es macht, wie Menschen Bibel lesen und wie wichtig eine gesunde Hermeneutik ist – gerade bei kontrovers verhandelten ethischen Fragen. Als FHSZ sind wir dankbar, hier persönlich, exegetisch und seelsorglich einen Beitrag zu leisten. Wie jedes Frühjahr fand außerdem ein systematisch-theologisches Seminar für unsere Theologen statt. Mit Thomas Jeromin konnten wir kompetente Verstärkung für unser Team gewinnen und verbrachten drei intensive Tage zu Friedrich Schleiermacher. Abseits von Creditpoints und Noten an Uni und PH in vertrauter Runde fragen, diskutieren und nachhaken zu können und einen großen Denker im Licht der Bibel zu betrachten, war die Mühe definitiv wert. Ein ausführlicher Bericht eines Teilnehmers findet sich unten.

Mit unserem aktuellen Semesterthema „Geistliche Leitung und Management“ setzen wir uns zum Einen mit biblischen Leitern und Leitungsstrukturen auseinander. Zum Anderen entwickeln wir Perspektiven auf geistliche Leitung in aktuellen Herausforderungen und hinterfragen Erfahrungen als Leiter und Geleitete. Neben vielen spannenden Konventen freuen wir uns besonders auf die Konvente mit Matthias Becker (Professor für Neues Testament an der Uni Heidelberg) zu „Leitungsämtern und Gemeindeleitung im NT“ und auf Kristijan Aufiero (Leiter von 1000plus) zum Thema „Leiten mit Gegenwind“ (am 29.04.24 und am 03.06.2024). Eine Teilnahme per Zoom oder im FHSZ ist jederzeit möglich (für den Zoom-Link bitte kurze Mail an).

Im letzten Jahr sehen wir verstärkt Herausforderungen unserer Studis im Umgang mit ihrer knappen und vielfältig beanspruchten Zeit. Dem wollen wir mit einem Seminartag zu geistlichen Perspektiven auf Zeit und Zeitmanagement begegnen. Ein Blick in die postmodernen Selbstverständlichkeiten unseres Denkens und unserer Gesellschaft soll außerdem helfen, ungesunde Muster in unserem Alltag aufzudecken und vom Evangelium her zu überdenken. Das Seminar ist (wie alle unsere Seminare) auch für Ehemalige und Externe offen.

 
2. Neuigkeiten vom Bau
Im FHSZ wird viel gebaut, abgerissen und neugemacht. Neben der Küche im EG, die aus Brandschutzgründen nun eine Tür weniger hat (s. Foto) und vielen Metern Kabel, die für die neuen Stromleitungen verlegt worden sind, geht es nun mit der Küche im 1.OG voran.









-> unser Hausmeister Lucca beim Verspachteln der Türe. 

Samuel, Bewohner des 1.OG berichtet uns vom Umbau der Küche:

Ma
nchmal mehr und manchmal weniger Ahnung geht es Stück für Stück voran. Als Haußbewohner- und Hausmeister machen wir ganz viel selber und schrecken vor keiner Arbeit zurück. Egal ob Schlitze in die Wände zu ziehen, Zement in Eimern anzurühren oder Lücken in der Mauer zu füllen, damit diese verputzt werden kann. Dabei geraten wir hin und wieder in eine Staubwolke, die einen erahnen lässt, wie es in der Sahara ist und entdecken Relikte aus vergangen Zeiten, die sich hinter der ersten Wandschicht verbergen. Das Bauen ist anstrengend und manchmal auch nervig. Genauso groß ist aber auch die Freude handwerklich etwas zu schaffen und unsere Küche nach unseren eigenen Vorstellungen neu aufzubauen. Am Ende eines anstrengenden Tages sind wir zwar müde und erschöpft, jedoch kann dies unsere Freude über unsere Erfolge, die wir als Team erreichen, nicht trüben. So passiert es durchaus, dass wir noch genug Energie auftreiben können, um einen spontanen Freudentanz zur Ehre Gottes aufzuführen.

! Wir brauchen noch ! 
  • Unterstützung im Gebet, dass die Baustelle gut vorankommt, wir weise planen und keine groben Fehler machen.
  • Folgende Möbel, wenn jemand von Euch das hat, dann schickt gerne Bilder davon an: Samuel (+49 152 34192151)
  • eine Eckbank für das Esszimmer (Maße von vorne betrachtet: linke Seite: 2,40 m, rechte Seite: 1,50 m, Höhe: 90 cm, Tiefe: 60 cm) 

  • 4 höhenverstellbare Barhocker
  • ein Sofa (Maße von vorne betrachtet: linke Seite (mit Lehne) 1,50 m, rechte Seite (ohne Lehne) 2m, Tiefe 70 cm)

  • hat jemand eine Fliesen-Schneidemaschine, die wir leihen können?

3. Persönliches aus dem Hauß

"Das FHSZ ist ein Ort, auf dem spürbarer Segen liegt."


Guten Tag. Ich bin Lina, 19 Jahre alt und letzten Oktober ins FHSZ eingezogen. Jetzt - einige Andachten, Konvente, WG-Abende, Spieleabende und Weinberg-Spaziergänge später - schaue ich voller Dankbarkeit und Freude auf dieses letzte halbe Jahr zurück.

Wenn ich anderen erzähle, wie viele Leute in meiner WG oder gar im Haus(s) wohnen, kommt nicht selten der Satz: „Oh, das sind aber viele. Das muss teilweise ganz schön herausfordernd sein.“ Und es stimmt: Wir sind viele und dabei alle auch noch sehr unterschiedlich. Es ist immer was los und nie langweilig. Aber eines haben wir alle gemeinsam: Wir wollen Gott in den Mittelpunkt unseres Lebens stellen. Die Kraft, die davon ausgeht, wenn so viele verschiedene Menschen ihren Blick von ganz unterschiedlichen Perspektiven auf ein Ziel richten und der Fokus auf Gott liegt, durfte ich dieses Semester miterleben. Zusammen haben wir Geburtstage gefeiert, uns durch Klausurenphasen und Masterarbeiten gekämpft, in Krankheit füreinander gebetet, voller Freude Lobpreis gemacht und Bibellesegemeinschaften gegründet. Wenn sich Gläubige in Einheit und nicht zwangsläufig Gleichheit zusammenfinden, entsteht der Leib Christi mit allen seinen unterschiedlichen Gliedmaßen, durch die der Körper zu Großem befähigt wird.
Das FHSZ ist ein Ort, auf dem spürbarer Segen liegt.

Bericht vom Schleiermacher Blockseminar im FHSZ (Axel Steeger)

 Es gibt viele Namen, von denen erwartet wird, dass ein Theologiestudent etwas mit ihnen anfangen kann. Einer von ihnen ist Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher mit dem wir uns in einem dreitägigen Blockseminar intensiv auseinandergesetzt haben.  

Zu Beginn saßen 8 mehr oder weniger vorbereitete Studenten - vier FHSZler, zwei meiner Mitbewohner aus dem Bodelschwingh Studienhaus in Marburg und ich - mit großen Fragen im Seminarraum des FHSZ. „Was meint Schleiermacher mit Religion?“ „Was passiert für Schleiermacher am Kreuz?“ „Welchen Stellenwert hat religiöse Erfahrung und welchen sollte sie haben?“. Wir beschäftigten uns sowohl mit einer von seinen Predigten, einigen seiner Reden über die Religion und die Glaubenslehre als auch mit der Relevanz seiner Theologie für Gläubige heute. Am Ende stellten wir seine Theologie der von Luther und Kirkegaard gegenüber. Den Höhepunkt bildete eine Podiumsdiskussion in der die eine Hälfte der Teilnehmer für Schleiermacher und die andere für Martin Luther sprachen. Die Absicht des Seminars war es, Schleiermacher selbst durch seine Schriften sprechen zu lassen. Dennoch wurden seine Aussagen immer an der Bibel und anderen Theologen geprüft. Im Gespräch konnten wir das Gelesene immer wieder in einer geistliche Perspektive und im Licht der Bibel betrachten. Bestimmt war die Atmosphäre durch ein gemeinsames Ringen um die richtige Interpretation von Schleiermacher. So war auch Platz für eigene Einschätzungen, die Frage nach dem persönlichen Glauben und Zweifel. Auch außerhalb der Seminareinheiten ging das „Theologisieren“ weiter: Hier eine Frage, dort eine Erkenntnis. Dennoch war auch Platz für Erholung: Sei es bei gemeinsamen Mahlzeiten oder dem schlechthinnigen Abhängen in gemütlicher Runde.

Und haben wir Schleiermacher am Ende komplett und erschöpfend verstanden? Wahrscheinlich nicht, aber wir durften einen Einblick in Schleiermachers Denken bekommen und hatten die Chance ihn einzuordnen. Das Ergebnis ist auf der einen Seite ein Grundverständnis der Theologie Schleiermachers sowohl als grobe Richtlinie für das Theologiestudium als auch für den persönlichen Umgang mit den Einflüssen seiner Lehre auf unseren Glaube.

4. Gebet mit / fürs Hauß

DANK 

- für eine gesegnete Semesteranfangsfreizeit 

- vier neue FHSZler (davon zwei Theologen), die sich bereits gut eingelebt haben 

- gute Referenten für unsere Konvente 

- motivierte Haußbewohner, die eine Sehnsucht nach Gott haben

- eine Haußgemeinschaft in der der Geist Gottes spürbar ist
BITTE

- für gutes und schnelles Vorankommen auf den Baustellen

- göttliche Versorgung, dort wo materielle und finanzielle Mittel nötig sind

- für eine gute Gemeinschaft und geistlichen Wachstum im Hauß 

- für die Studienleitung Weisheit und Kraft für die Begleitung der Stundenten im neuen Semester.
 
 

5. Einladungen und Mitanpacken

Herzlich einladen wollen wir Sie und euch alle zum Sommerfest mit Cocktailparty am Samstag, 22.6.2024 ab 16:00 im Innenhof des FHSZ. (Für Grillgut und Getränke ist gesorgt, über Salat und Kuchen/Desserts freuen wir uns) Es wird die Möglichkeit geben, die Baustelle(n) zu besichtigen. Um 20:00 öffnet die Cocktailbar.

Falls sich Helferinnen und Helfer finden, die mit anpacken wollen, um dem FHSZ ganz praktisch etwas Gutes zu tun, freuen wir uns am 06.07.24 ab 9:00 bis ca. 14:00 beim jährlichen „Haußputz“ und bei einem gemeinsamen Arbeitseinsatz auf der Baustelle über eure Hilfe. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, eine kurze Anmeldung per Mail erleichtert uns die Planung.

6. Termine

Fr, 3.5.-Sa, 4.5.2024 Seminar Zeit(geist)Management im FHSZ
Teilnahme auch für Externe möglich!

Fr, 31.05.-So, 2.6.2024  AgO-Reli Blockseminar Schöpfung und Evolution im Religionsunterricht,

Sa, 6.7.2024, ab 9:00 „Haußputz“ – Aufräum- und Baustellentag der FHSZler

Sa, 22.06.2024,  Sommerfest und Cocktailparty mit Freunden und Ehemaligen. Wir freuen uns auf die Begegnungen mit Euch. Beginn: 16:00, Cocktails ab 20:00

 

Gemeindeeinsätze

Sa, 08.06.2024 Christustag in Mannheim (mit Manuel Ritsch)

So, 09.06.2024 Christustag in Singen (mit Lothar Mössner und Myria Schwitzgebel)

Fr, 14.-So, 16.06.2024 Gemeindeeinsatz in Schwann, Dennach und Ottenhausen

So, 30.06.2024 Gemeindeeinsatz in Schriesheim

In diesen Tagen wird mir beides bewusst – wie sehr wir als FHSZ im letzten Jahr bewahrt worden sind und wie sehr wir auch weiterhin auf Ihre Gebet und Eure Unterstützung angewiesen sind.

Dankbar für unseren gemeinsamen Weg mit dem FHSZ grüße ich Sie und Euch herzlich.

Manuel Ritsch

 




Semesterplan für das Sommersemester 2024 
 




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